Theater

So nah mit ihr
Bettina von Arnim, geborene Brentano,
wurde am 4.4.1785 in Frankfurt geboren
und starb am 20.1.1859 in Berlin.
Ihr Todestag jährt sich 2009 zum 150. Mal.

So nah 1Das theater be und das Tanztheater Johanna Knorr planen aus diesem Anlass ein gemeinsames Performance-Projekt, bestehend aus einer Montage von Kompositionen der Bettine und Textfragmenten aus ihrem Briefwechsel mit der romantischen Dichterin Karoline von Günderrode. Die Freundschaft der beiden sehr jungen Frauen, ihr emotionaler Gehalt, soll tänzerisch dargestellt werden. Das Thema ‚Freundschaft zwischen sehr jungen Frauen‘ und die Konflikte, die sich mit den Lebens- und Liebesbedingungen der jeweiligen Zeit ergeben, sind zeitlos und immer wieder aktuell.

Regie: Barbara Englert
Choreographie: Johanna Knorr
Dramaturgie und Textauswahl: Jutta Kaußen
Musik: Jacob Bussmann
Sprecherin: Barbara Englert
Tänzerin, die ältere Bettine: Johanna Knorr
Tänzerin, die junge Bettine: Anja Aristarkhova
Tänzerin, Karoline: Sarah Martin
Premiere: 18.6.09

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Kassandra
nach einer Erzählung von Christa Wolf
Eine Theaterinstallation
mit Video und musikalischen Variationen

Ich habe immer mehr an Bildern gehangen als an Wörtern. Vor den Bildern sterben die Wörter

KassandraEntstanden ist das Werk Anfang der 80er Jahre auf dem Höhepunkt der nuklearen Aufrüstung und des Kalten Krieges. So zeigt die Erzählung beeindruckend gesellschaftliche Bewußtseinsprozesse und seelische Zustände der Figur Kassandra. Nach Ende des trojanischen Krieges wird Kassandra als Gefangene der Griechen nach Mykene verschleppt. Im Angesicht des Todes wirft sie einen Rückblick auf ihr Leben. Sie enthüllt, dass ihre alte nicht mehr existierende Heimat ein Konstrukt von Lügen, Missbrauch und Gewalt war.

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Unter dem Pflaster liegt der Strand
von Anna Stein

Wie kommt man von 68 auf Hartz IV

Unter dem Pflaster liegt der StrandDie 47 jährige Philosophin, der 37 jährige Grafiker und der 27 jährige Physiker, alle Hartz IV Empfänger, wohnen zusammen in einer Wohngemeinschaft, sie teilen sich 60 qm und versuchen ihre Situation von 68 her zu begreifen. Das Theaterstück der jungen Autorin Anna Stein setzt sich humorvoll mit der heutigen Politik und den Visionen von damals auseinander.

„Wir haben sie so geliebt die Revolution“ oder
„We want the world and we want it now“
Jim Morrison sang dieses Lied, während wie auf ein unsichtbares Zeichen hin, in Paris, Frankfurt, Berlin, in Rom und Turin die Strassen und Pflastersteine zum Symbol einer Generation im Aufstand wurden.

Die drei Akademiker, denen alle Möglichkeiten offen stehen sollte, sind die Hartz IV Empfänger, die alles schon anders vorfanden. Für die einen waren die 68iger noch die Helden. Der Jüngste ist ein Kind von Ihnen.

Eine groteske und komische „Abrechnung“ mit den Revolutionären von damals und mit der Politik von heute.

Regie: Kirsten Uttendorf
Mit: Barbara Englert, Natanael Lienhard, Philipp Sebastian
Musik: Ina Kleine-Wiskott
Bühne: Cornelia Falkenhan

Iphigenie auf Tauris
von Johann Wolfgang von GoetheAuf Tauris

Auf Tauris kommt es zu einem politischen und persönlichen Konflikt. König Thoas versucht die Priesterin Iphigenie zu zwingen, zwei Fremde auf dem Altar zu opfern. Einer der beiden Männer ist ihr Bruder Orest, der wegen Muttermordes von den Rachegöttinnen verfolgt wird. Soll Iphigenie den alten Familienfluch erfüllen und den Bruder töten, oder soll sie Thoas hintergehen und sich mit ihren Schutzbefohlenen in Sicherheit bringen? Krieg droht. Da wagt Iphigenie das Ungewöhnliche und — gewinnt.

Betrug und Gewalt zur Erreichung kurzfristiger politischer und wirtschaftlicher Erfolge führen die menschliche Gesellschaft immer weiter an den Abgrund. Goethe gestaltete seine ‚Iphigenie‘ bewußt als Gegenentwurf, als Wesen und Symbol wahrer menschlicher Größe. Damit stellte er heute noch bestehende Denkstrukturen in Frage und zeigte Alternativen auf.

Die Inszenierung hebt mit zeitgemäßen Mitteln die gerade heute wieder brennende Aktualität des klassischen Stückes hervor.
Alle Rollen: Barbara Englert.
Spieldauer ca. 90 Minuten plus Pause.

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Schillers Jungfrau von Orleans
Friedrich Schiller

Schillers berühmtes Drama über Leben und Tod der französischen Freiheitsheldin Jeanne d’Arc, über einen Heiligen Krieg, Ideale, Utopien und das Scheitern an der Wirklichkeit.
Textbearbeitung von Wolfgang Spielvogel.
Spielzeit plus Pause: 75 Minuten.
Alle Rollen: Barbara Englert.

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Primadonna/Schwerer HeldPrimadona
von Wolfgang Spielvogel

Ein Stück über Leben und Tod von Petra Kelly, über ihre und unsere Ideale, Utopien und das Scheitern an der Wirklichkeit. Von Wolfgang Spielvogel.
Spielzeit: 90 Minuten plus Pause.
Alle Rollen: Barbara Englert.