Lesungen
Der Literarische Salon
besitzt eine Tradition, auf die wiederzubesinnen sich lohnt. Barbara Englert knüpft an diese Tradition an und liest Texte aus drei Jahrhunderten. Vor der Lesung steht eine Einführung, die Biographisches zu den Autorinnen, Hintergründe zum Werk und zur gegenwärtigen Rezeption vorstellt. Mit der Einführung beträgt die Lesezeit jeweils etwa 60 – 75 Minuten.
Young Euro Connect 2009 – Europa jenseits von Brüssel
Ein Europa – Eine Gesetzgebung. Doch wie wirkt sie in den einzelnen Mitgliedsländern? Junge europäische Journalisten präsentieren die „Geschichten hinter dem Gesetz“. Lebendige Reportagen aus dem gelebten Europa. Gelesen von renommierten Schauspielern.
Young Euro Connect in Frankfurt am Main
Samstag, 19. September 2009 | Literaturhaus Frankfurt, 20 Uhr
Sprecherin: Barbara Englert
Sprecher: Joachim Nimtz
Moderator: Theo Koll, Moderator des ZDF-Magazins „auslandsjournal“
Eintritt frei
Anmeldung unter: culture@young-euro-connect.com
Hintergrund
Young Euro Connect – hinter diesem herausfordernden Namen steht eine simple Idee: Europa neues Leben einzuhauchen. Junge Köpfe über alte Werte nachdenken zu lassen. Die Idee und den Nutzen Europas lebendig werden zu lassen.
2009 hat Young Euro Connect junge europäische Journalisten auf die Suche nach Europa im Alltag seiner Bürger geschickt. Zurückgekommen sind sie mit lebendigen und humorvollen, aber auch reflektierenden Reportagen. Es sind die „Geschichten hinter dem Gesetz“, mit denen sie uns erzählen, wie Europa jenseits von Brüssel eigentlich tickt.
Lebendig präsentiert werden diese Texte von bekannten Schauspielern, die den Reportagen für einen Abend ihre Stimme leihen.
Young Euro Connect 2009 findet in Berlin, München, Frankfurt, Paris und Warschau statt.
Weitere Informationen unter: www.young-euro-connect.de
Ein Projekt des young.euro.connect e.V.
„Nach den Tagen des Zorns“
Eine Lesung mit Barbara Englert
Am Klavier: Jacob Bussmann
Sonntag 5.4.09 um 16 Uhr
Historischen Museum Frankfurt Main
Saalgasse 19
Tel. 069/212 35599
Ingeborg Bachmann
Marion Gräfin Dönhoff
Marie Luise Kaschnitz
Agnes Miegel
Erika Runge
Fünf Frauen, sie schrieben während und nach der Nazidiktatur, keine ist typisch, und doch ist jede auf ihre Weise repräsentativ.
Eine Zeile aus dem Gedicht „Rückkehr nach Frankfurt“ von Marie Luise Kaschnitz „Nach den Tagen des Zorns“ stellt die Frage des Weiterlebens nach der Zerstörung durch die Faschisten, nach der Möglichkeit zu lieben, nach Gerechtigkeit, Emanzipation und der gesellschaftlichen Stellung der Frau.
Nachdem Faschismus tritt 1949 das Grundgesetz in Kraft, das die Gleichberechtigung von Männern und Frauen festschreibt.
Dennoch konnte z. B. bis 1977 der Ehemann seiner Frau die Berufstätigkeit verbieten, und noch immer verdienen Frauen 25% weniger als Männer.
Zu irgendeiner Zeit und auf irgendeine Weise muss man es erfahren. Entweder man ist noch ganz jung oder man ist gar nicht mehr jung. Aber einmal muss man es erfahren, auf jeden Fall.
Muss man was erfahren, fragen Sie.
Dass die Existenz des Menschen eine tragische ist, sage ich.Marie Luise Kaschnitz
Fotos von Petra Welzel
Schiller und die Frauen
Ich bin ein Mann – wer ist es mehr?
Szenische Lesung. Gedichte, Briefe und Szenen aus Stücken von Friedrich von Schiller.
Mit Barbara Englert
Text: Jutta Kaußen
Für Alexander Paul Englert
Bis er sich seinen Traum von einem geordneten Familienleben verwirklichen konnte, fühlte sich der große deutsche Dichter zwischen Frauen höchst unterschiedlichen Herkommens und verschiedener Temperamente hin- und hergerissen. Ihre Bedeutung und ihren Einfluß, wie auch die seltsamen erotischen Verwicklungen, die sich ergaben, schildern seine Briefe. Wie sie überdies in die Darstellung der großen Frauenfiguren in seinem Dramenwerk eingegangen sind und in welche Konstellationen er sie gestellt hat, zeigt die szenische Lesung.
Barbara Englert liest Gedichte und Briefe und spielt ausgewählte Szenen von Friedrich von Schiller.
Lesezeit ca. 75 Minuten.
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O! Und ich verliebt, seht doch!
Liebesgedichte und Liebesszenen von William Shakespeare
Textfassung: Jutta Kaußen
Shakespeare, der Mann des Jahrtausends (Time Magazine), hat die berühmtesten Liebespaare und die spannendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur erfunden, die, obwohl schon 400 Jahre alt, selbst im heutigen Medienzeitalter ihr Publikum in den Bann ziehen.
Barbara Englert spielt die berühmtesten Liebesszenen und liest eine Auswahl der schönsten Sonette und verstreut in den Stücken erschienene Lieder und Gedichte.
Wie kein anderer Dichter schildert Shakespeare die Verstrickungen der Liebe in all ihren erfahrbaren Aspekten und in allen Schattierungen. Ihm ist ihre launige, seelenvolle und glückliche Seite ebenso nah wie ihre Nachtseite: die rein sexuelle und berechnende Liebe; der Betrug, Krankheit und Wahnsinn. In seinen Figuren oder dem ‚Ich’ in den Sonetten unterwirft er sich bedingungslos auch den leidvollen Folgen, nimmt sie als Prüfung an und wendet die Wunde: die Liebe erfährt eine Wiederbelebung und Erneuerung. Wie besonders schön in Romeo und Julia dargestellt, überdauert ihre Liebe den Tod, bewirkt die Versöhnung der zerstrittenen Familien und schafft eine bessere Zukunft, in der es für menschliche Gefühle wieder einen anerkannten und geschützten Bereich geben wird.